Geordnetes Ablagesystem mit beschrifteten Ordnern – Themenbereiche des deutschen Familienrechts

Grundsatzentscheidung

Grundsatzentscheidungen klären wichtige Rechtsfragen des Familienrechts für vergleichbare Fälle. Sie können als Präzedenzfälle für ähnliche Situationen dienen.

68 dokumentierte Fälle

Dokumentierte Fälle zu „Grundsatzentscheidung"

Nutzerfall
12. August 2026· Rostock

Ordnungsmittelantrag ignoriert: Beschleunigungsrüge und Beschleunigungsbeschwerde

Das betroffene Elternteil hat einen Ordungsmittelantrag gestellt, auf den das Amtsgericht nicht binnen der Monatsfrist nach § 88 Abs. 3 FamFG reagierte. Nach einer eingereichten Beschleunigungsrüge und erneutem Ablauf ei

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3. August 2026· Bad Liebenwerda

Erneuter drei-jähriger Umgangsauschluss - Trotz erheblicher Verfahrensfehler

Das betroffene Elternteil berichtet, dass das Familiengericht Bad Liebenwerda einen erneuten dreijährigen Umgangsausschluss angeordnet hat, nachdem bereits vor drei Jahren ein solcher Ausschluss verhängt worden war; die

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5. Juli 2026· Gericht Cloppenburg + Gericht Oldenburg

Gefühlt versuchter Mord

Das betroffene Elternteil berichtet, dass systematisch die Kinder entzogen und gegen das betroffene Elternteil aufgehetzt wurden; vor drei Jahren kamen die beiden großen Kinder in eine Wohngruppe und die beiden kleinen K

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2. Juli 2026· Rostock

Umgangsverfahren Formfehler

Nach mehrfachen Polizeieinsätzen und Anzeige wegen häuslicher Gewalt wurde die Istanbul Konvention nicht beachtet; das Gericht sagte dazu: "ihre Eheprobleme interessieren mich nicht". Das andere Elternteil trat sehr domi

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26. März 2025· Karlsruhe

BGH XII ZB 388/24 - Absenkung des Selbstbehalts bei Haushaltsersparnis (Leistungsfähigkeit)

Der BGH konkretisiert die Voraussetzungen für eine Absenkung des notwendigen Selbstbehalts des Unterhaltspflichtigen bei Haushaltsersparnis auf der Leistungsfähigkeitsebene. Erzielt der Unterhaltspflichtige durch Zusamme

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16. September 2020· Karlsruhe

BGH XII ZB 499/19 - Düsseldorfer Tabelle als Richtschnur, Bedarf des Kindes nach Lebensstellung beider Eltern

Der BGH bestätigt die Düsseldorfer Tabelle als bundesweit anerkannte Richtschnur für die Bemessung des Kindesunterhalts. Der Bedarf des Kindes orientiert sich an der gemeinsamen Lebensstellung beider Elternteile. Die Ent

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12. März 2014· Karlsruhe

BGH XII ZB 234/13 - Barunterhaltspflicht bei erweitertem Umgang, Grundsatzentscheidung 2014

Der BGH stellt klar: Liegt der Betreuungsschwerpunkt eindeutig bei einem Elternteil, obwohl das andere einen deutlich ausgeweiteten Umgang ausübt, erfüllt das hauptbetreuende Elternteil seine Unterhaltspflicht durch Natu

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15. April 2026· Karlsruhe

BGH XII ZB 415/25 - Kindesunterhalt bei erweitertem Umgang: Herabstufung und pauschaler Naturalleistungsabzug

Der BGH bestätigt seine Rechtsprechung zur Barunterhaltspflicht bei erweitertem Umgang im Residenzmodell und konkretisiert die Berechnungsmethode. Solange der Betreuungsschwerpunkt bei einem Elternteil liegt, bleibt der

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8. Juni 2026· Deutschland

Zwischenbilanz nach 40 Folgen: Defizite im Familienrecht und die Rolle der Gerichte (Teil 1)

Juristin und Mediatorin Dr. Susanne Perker zieht in der 40. Episode Zwischenbilanz: Sie benennt Defizite im Familienrecht, die problematische Rolle der Gerichte und zeigt, wie Kinder zwischen die Fronten geraten – und wa

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9. Februar 2026· Rostock

OLG Rostock 10 UF 102/24 - Verschwiegene Kapitalisierung führt zu Ausschluss des Versorgungsausgleichs

Das OLG Rostock bestätigte: Ein Ehemann, der seiner Frau die verdeckte Umwandlung einer betrieblichen Altersversorgung in eine Kapitalabfindung verschwiegen und dadurch eine informierte Einwilligung in den Ehevertrag ver

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15. Januar 2026· Hamm

OLG Hamm 12 UF 165/24 - Trennungsunterhalt: Konkreter Bedarf bei Familieneinkommen über 11.200 Euro

Das OLG Hamm konkretisierte die Berechnung von Trennungsunterhalt: Bis zu einem monatlichen Familieneinkommen von 11.200 Euro gilt die gesetzliche Verbrauchsvermutung, die eine Quotenberechnung erlaubt. Bei höheren Einko

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13. Januar 2026· Frankfurt am Main

OLG Frankfurt 6 UF 276/25 - Kein Beschwerderecht bei vollständigem Obsiegen: Abänderungsantrag vorrangig

Das OLG Frankfurt stellte klar: Wer in erster Instanz vollständig obsiegt hat, kann keine Beschwerde einlegen, um in der nächsten Instanz mehr zu verlangen. Die formelle Beschwer fehlt, wenn der Beschluss dem Antrag voll

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5. Januar 2026· Frankfurt am Main

OLG Frankfurt 7 UF 88/25 - PAS-Gutachten unverwertbar: Kindeswille gegen Vater authentisch

Das OLG Frankfurt am Main verwarf ein Sachverständigengutachten, das auf der pseudowissenschaftlichen PAS-These basierte. Die Umgangsverweigerung eines Kindes gegenüber dem Vater darf nicht pauschal als Manipulation durc

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8. Mai 2026

Kinder mit Hilfe der Religion zur Entfremdung gebracht

Das betroffene Elternteil sieht sich seit der Trennung nach 28 Jahren Ehe mit massiven Schwierigkeiten konfrontiert, da das andere Elternteil die Kinder, insbesondere die 10-jährige Tochter, zur Entfremdung nutzt. Ein Am

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8. Mai 2026

Umgangsauschluss : Auch ein manipulierter Kindeswille ist ein Wille

Das betroffene Elternteil berichtet von einem langwierigen Konflikt, der sich über ca. 30 Verfahren erstreckte und zur Entfremdung seiner Tochter führte, die nun 11 Jahre alt ist. Nach dem Umzug des anderen Elternteils v

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8. Mai 2026

Zwischen Selbstschutz und Elternrolle – mein Kampf um Kontakt zu meinen Kindern

Das betroffene Elternteil kämpft seit längerer Zeit um den Kontakt zu den Kindern nach der Trennung vom anderen Elternteil. Trotz eines psychologischen Gutachtens, das keine Kindeswohlgefährdung feststellt und die Bindun

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6. Mai 2026

KINDER ZURÜCKFÜHRUNG VOM GEWALTTÄTER

In dem vorliegenden Fall geht es um gravierende Vorwürfe gegen das betroffene Elternteil, das in zwei Ermittlungsverfahren wegen Misshandlungen und sexuellem Missbrauch beschuldigt wird. Diese Vorwürfe wurden jedoch aus

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19. August 2025· Celle

OLG Celle 17 UF 52/25 - Anteiliges Kindergeld beim Wechselmodell muss aufgeteilt werden

Das OLG Celle entschied: Beim paritätischen Wechselmodell hat der Elternteil, der das Kindergeld nicht erhält, einen familienrechtlichen Ausgleichsanspruch auf Auszahlung des hälftigen Kindergeldbetrags nach § 1612b BGB.

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27. Mai 2025· Braunschweig

OLG Braunschweig 1 UF 48/25 - Sorgerechtsabänderungsantrag erfordert grundsätzlich Verfahrensdurchführung

Das OLG Braunschweig stellte klar: Ein Antrag auf Abänderung einer Sorgeentscheidung nach §§ 1671, 1696 BGB entfaltet eine ermessensreduzierende Wirkung auf das Familiengericht. Die Zurückweisung eines Abänderungsantrags

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10. September 2024· Frankfurt am Main

OLG Frankfurt 6 UF 144/24 - Alleiniges Sorgerecht bei häuslicher Gewalt und Todesdrohungen

Das OLG Frankfurt bestätigte das alleinige Sorgerecht der Mutter. Häusliche Gewalt und Todesdrohungen des Vaters gegenüber der Mutter schließen eine gemeinsame Sorgerechtsausübung aus, auch wenn die Gewalt nicht unmittel

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2. März 2026· Deutschland

Statt Hauen und Stechen geht es um Zuhören und Nachdenken – Prof. Sünderhauf über das Wechselmodell

Prof. Dr. Hildegund Sünderhauf ist eine der führenden Rechtswissenschaftlerinnen Deutschlands im Bereich Familienrecht und befürwortet das Wechselmodell wissenschaftlich fundiert. Sie ist überzeugt: Kinder brauchen Mutte

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16. März 2026

Tochter seit 4,5 Jahren nicht mehr gesehen / Entfremdung

In diesem Fall handelt es sich um eine institutionell unterstützte Kindesentfremdung, die sich über einen Zeitraum von 4,5 Jahren erstreckt. Das betroffene Elternteil hat seine Tochter, die mittlerweile 12 Jahre alt ist,

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16. März 2026

Elternteil möchte endlich Umgang mit den Kindern

In einem langwierigen Rechtsstreit um das Umgangsrecht mit seinen vier Kindern sieht sich das betroffene Elternteil seit neun Jahren mit einem System konfrontiert, das seiner Rolle als Elternteil kaum Beachtung schenkt.

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27. November 2025· Wolfenbüttel

OLG Braunschweig 1 UF 46/25 - Kindesunterhalt: Herabgruppierung bei erweitertem Umgang bis 45 % Mitbetreuung

Das OLG Braunschweig entwickelt ein differenziertes Stufenmodell für die Herabgruppierung des Kindesunterhalts bei erweitertem Umgang. Bei einer Mitbetreuung von bis zu 45 % bleibt der nicht hauptsächlich betreuende Elte

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9. April 2024· Karlsruhe

BVerfG 1 BvR 2017/21 - Vaterschaftsrecht muss reformiert werden

Das BVerfG urteilte, dass das deutsche Vaterschaftsrecht verfassungswidrig ist: Biologische Väter können keine rechtliche Vaterschaft erlangen, wenn ein anderer Mann als rechtlicher Vater in sozial-familiärer Beziehung z

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24. März 2024· Karlsruhe

BVerfG 1 BvR 2324/23 - Strengerer Maßstab bei Umgangsausschluss für Kinder in Fremdunterbringung

Das BVerfG stellte klar: Wenn ein Kind bereits von beiden Eltern getrennt lebt (z.B. in Pflegefamilie), gelten für einen Umgangsausschluss strengere verfassungsrechtliche Anforderungen. Der Maßstab richtet sich nach Art.

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22. April 2024· Saarbrücken

OLG Saarbrücken 6 UF 22/24 - Alleiniges Sorgerecht bei häuslicher Gewalt trotz Vollmacht

Das OLG Saarbrücken stellte klar: Wenn ein Elternteil häusliche Gewalt geltend macht, darf das alleinige Sorgerecht nicht mit dem Argument 'mangelnde Kooperationsbereitschaft' verweigert werden. Auch eine umfassende Sorg

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16. April 2024· München

OLG München 26 UF 1182/23 e - Wechselmodell gegen Elternwillen durchgesetzt

Das OLG München bestätigte ein wöchentlich wechselndes Betreuungsmodell für drei Kinder, obwohl ein Elternteil dagegen war. Der langjährige und konstante Wunsch der Kinder nach gleichen Betreuungsanteilen bei beiden Elte

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6. Januar 2025· Frankfurt am Main

OLG Frankfurt 6 UF 239/24 - Kindesanhörung auch bei Neugeborenen zwingend erforderlich

Das OLG Frankfurt hob einen Sorgerechtsentzug auf, weil das Familiengericht weder das Neugeborene persönlich in Augenschein genommen noch die gesetzlichen Voraussetzungen geprüft hatte. Selbst bei Zustimmung beider Elter

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2. April 2025· Jena

OLG Thüringen 1 UF 16/25 - Familiengericht darf Umgangsregelung nicht einfach ablehnen

Nach dem Wegzug des betreuenden Elternteils über 560 km Entfernung beantragte der umgangsberechtigte Elternteil eine Änderung der Umgangsregelung. Das Familiengericht lehnte den Antrag einfach ab, ohne eine konkrete Rege

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5. Mai 2025· Hamburg

OLG Hamburg 12 UF 51/25 – Wechselmodell-Auflösung über Umgangsverfahren, nicht über Sorgerecht

Das Hanseatische OLG Hamburg hebt die erstinstanzliche Übertragung des Aufenthaltsbestimmungsrechts auf den Vater auf. Wenn Eltern die paritätische Betreuung anders verteilen wollen, ist keine Sorgerechtsentscheidung nac

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27. Mai 2025· Hannoversch Münden

OLG Braunschweig 1 UF 30/25 - Abänderungsantrag Sorgerecht ohne Verfahrenshandlungen zurückweisbar

Das OLG Braunschweig entschied, dass ein Familiengericht einen offensichtlich aussichtslosen Sorgerechtsantrag ohne die üblichen Verfahrensschritte (Anhörung, Verfahrensbeistand, Jugendamt-Stellungnahme) zurückweisen dar

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1. Januar 2025· Karlsruhe

BVerfG 1 BvR 810/25 - Verfassungsrechtliche Bedenken bei jahrelangem Nicht-Regeln des Umgangs

Das BVerfG nimmt eine Verfassungsbeschwerde zum Umgangsrecht zwar nicht an, äußert aber erhebliche Bedenken: Wenn Fachgerichte über vier Jahre lang trotz Begehrens keine Umgangsregelung treffen, komme dies einem langjähr

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1. Januar 2023· Burgwedel / Celle

AG Burgwedel / OLG Celle 10 WF 32/23 - Ordnungsgeld bei Umgangsvereitelung trotz Beschwerde

Das Amtsgericht Burgwedel setzte ein Ordnungsgeld von 120 Euro gegen ein Elternteil fest, das die gerichtlich angeordneten begleiteten Umgangstermine nicht wahrnahm. Das OLG Celle bestätigte: Erstinstanzliche Umgangsbesc

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1. Januar 2024· Traunstein

AG Traunstein 003 F 571/24 - Wechselmodell gegen Elternwillen bei klarem Kindeswunsch

Das Amtsgericht Traunstein ordnete am 03.09.2025 ein paritätisches Wechselmodell (7/7) für zwei Kinder (9 und 7 Jahre) an, obwohl ein Elternteil dies ablehnte. Entscheidend waren der stabile und eindeutige Kindeswille, d

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1. Januar 2020· Frankfurt am Main

OLG Frankfurt 6 UF 172/20 - Wechselmodell trotz 400 km Entfernung der Elternwohnsitze

Das OLG Frankfurt bestätigte die sorgerechtliche Anordnung eines paritätischen Wechselmodells im Zwei-Wochen-Rhythmus trotz einer Entfernung von über 400 km zwischen den Elternwohnsitzen (Südhessen und Brandenburg). Das

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1. Januar 2025· Bad Hersfeld

OLG Frankfurt 2 UF 13/25 - Paritätische Betreuung durch sorgerechtliche Inobhutgabe (Rechtsbeschwerde zugelassen)

Das OLG Frankfurt (2. Senat, Kassel) ordnete erstmals ein paritätisches Wechselmodell für 9-jährige Zwillinge gegen den Willen eines Elternteils an und wählte dabei einen neuen sorgerechtlichen Weg: Statt das Aufenthalts

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1. Januar 2018· Kassel

BSG B 14 AS 43/18 R - Zusätzlicher Wohnraumbedarf bei Umgangsrecht ist Einzelfallentscheidung

Das Bundessozialgericht entschied, dass umgangsberechtigte Elternteile im SGB-II-Bezug unter bestimmten Umständen Anspruch auf Anerkennung eines erhöhten Wohnraumbedarfs haben. Der Wohnraumbedarf ist weder regelhaft zu e

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1. Januar 2018· Karlsruhe

BGH: Keine Sperrwirkung der Sorgerechtsentscheidung für Umgangsverfahren (XII ZB 512/18)

BGH-Grundsatzentscheidung vom 27.11.2019: §1696 BGB ist nicht anwendbar, wenn erstmals eine Umgangsregelung getroffen wird – auch wenn bereits eine Sorgerechtsentscheidung zum Aufenthaltsbestimmungsrecht existiert. Die Ü

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1. Januar 2018· Frankfurt am Main

OLG Frankfurt 4 UF 167/18 - Geteilte Betreuung und Aufenthaltsbestimmungsrecht

Das OLG Frankfurt stellte das gemeinsame Sorgerecht wieder her und definierte, ab wann ein Wechselmodell vorliegt: nicht erst bei exakt gleicher Zeitaufteilung, sondern bereits wenn das Kind bei beiden Eltern ein Domizil

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1. Januar 2017· Berlin

KG Berlin 19 UF 71/17 - Paritätisches Wechselmodell trotz Hochstrittigkeit angeordnet

Das Kammergericht Berlin ordnete ein paritätisches Wechselmodell als 'am wenigsten schädliche Alternative' an, obwohl die Eltern hochstrittig waren. Die BGH-Kriterien seien keine starren Tatbestandsvoraussetzungen, sonde

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8. Juni 2006· Hannover

Sürmeli ./. Deutschland (EGMR) - 16 Jahre Verfahrensdauer in Zivilverfahren

Der EGMR verurteilte Deutschland wegen eines Zivilverfahrens, das über 16 Jahre dauerte. Verletzung von Art. 6 Abs. 1 und Art. 13 EMRK. Grundsatzurteil zur überlangen Verfahrensdauer mit Relevanz für alle Gerichtsverfahr

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13. Januar 2025· Karlsruhe

BVerfG: Umgangsausschluss bei Hochkonflikt – Loyalitätskonflikte als Kindeswohlgefährdung

BVerfG-Entscheidung (1 BvR 1454/24, FamRZ 2025, 757): Schwere Loyalitätskonflikte des Kindes durch Hochkonflikt der Eltern können eine Kindeswohlgefährdung begründen, die einen Umgangsausschluss nach §1684 Abs. 4 BGB rec

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21. Februar 2024· Karlsruhe

BGH: Vollstreckung von Umgangsregelungen – Kein Ordnungsmittel ohne ausdrückliches Handlungsgebot

BGH-Entscheidung (XII ZB 401/23, FamRZ 2024, 1386): Eine gerichtliche Umgangsregelung, die bestimmte Umgangszeiten positiv zuweist, enthält nicht automatisch ein vollstreckbares Verbot, außerhalb dieser Zeiten Kontakt zu

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10. April 2024· Karlsruhe

BGH: Kindesunterhalt im Wechselmodell – Beide Eltern vertretungsbefugt (Grundsatzänderung)

BGH-Grundsatzentscheidung (XII ZB 459/23, FamRZ 2024, 1093): Bei nicht miteinander verheirateten Eltern im paritätischen Wechselmodell sind beide Elternteile vertretungsbefugt für Unterhaltsansprüche. Kein Ergänzungspfle

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20. November 2024· Karlsruhe

BGH: Rechtsbeugung durch Familienrichter – Corona-Kindeswohlbeschluss

BGH-Entscheidung (2 StR 54/24, FamRZ 2025): Ein Familienrichter, der ohne zuständiges Verfahren und ohne Anhörung der Beteiligten Corona-Schutzmaßnahmen an Schulen aufhob, macht sich der Rechtsbeugung schuldig.

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28. August 2025· Karlsruhe

BVerfG: Gerichte müssen Umgang konkret regeln oder ausschließen

BVerfG-Entscheidung (1 BvR 316/24, FamRZ 2025): Familiengerichte müssen den Umgang entweder konkret regeln oder ausschließen. Die Weigerung kommt einem faktischen Umgangsausschluss gleich und verletzt Art. 6 GG.

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17. Dezember 2025· Karlsruhe

BGH: Umgangsregelung darf Lebensmittelpunkt des Kindes nicht faktisch ändern

BGH-Entscheidung (XII ZB 279/25, FamRZ 2026): Eine Umgangsregelung darf nicht dazu führen, dass der gewöhnliche Aufenthalt (Lebensmittelpunkt) des Kindes faktisch geändert wird.

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31. Januar 2024· Karlsruhe

BGH: Umgangsrecht gegen Geld ist sittenwidrig

BGH-Entscheidung (XII ZB 385/23, FamRZ 2024): Vereinbarungen, die Umgangsrecht an Geldzahlungen knüpfen, sind als sittenwidrig gemäß §138 BGB nichtig. Kindesumgang darf nicht zur Handelsware werden.

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5. März 2025· Karlsruhe

BGH: Sorgerecht und Umgangsrecht sind strikt zu trennen (Grundsatzentscheidung)

BGH-Grundsatzentscheidung (XII ZB 88/24, FamRZ 2025, 1017): Sorgerecht und Umgangsrecht sind zwei getrennte Verfahrensgegenstände. Eine umfangreiche Umgangsregelung blockiert keine spätere Sorgerechtsentscheidung. Psycho

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19. Februar 2014· Karlsruhe

BGH: Ordnungsgeld gegen Jugendamt bei Umgangsboykott zulässig

BGH-Entscheidung (XII ZB 165/13): Gegen das Jugendamt als Amtsvormund kann Ordnungsgeld verhängt werden, wenn es gegen eine gerichtlich gebilligte Umgangsvereinbarung verstößt. Das Jugendamt muss detailliert nachweisen,

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31. Oktober 2018· Karlsruhe

BGH: Kindesanhörung auch bei Kleinkindern im Umgangsverfahren verpflichtend

BGH-Entscheidung (XII ZB 411/18): Die persönliche Anhörung des Kindes ist in Umgangsverfahren auch bei Kleinkindern ab ca. 3-4 Jahren grundsätzlich verpflichtend. Ausnahmen nur bei schwerwiegenden Belastungsgründen.

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6. Februar 2019· Karlsruhe

BGH: Sorgerechtsentzug nur bei erheblicher Kindeswohlgefährdung - Verhältnismäßigkeitsgrundsatz

BGH-Entscheidung (XII ZB 408/18): Ein Sorgerechtsentzug und Fremdunterbringung erfordern eine erhöhte Wahrscheinlichkeit der Kindeswohlgefährdung ("ziemliche Sicherheit"). Je schwerer der Eingriff, desto höher die Anford

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29. April 2020· Karlsruhe

BGH: Alleiniges Sorgerecht bei nachhaltiger Kooperationsverweigerung

BGH-Entscheidung (XII ZB 112/19): Bei nachhaltiger Verweigerung jeglicher Kooperation kann das alleinige Sorgerecht auf den anderen Elternteil übertragen werden. Eine Sorgerechtsvollmacht ersetzt nicht die Kooperationspf

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1. Februar 2017· Karlsruhe

BGH: Wechselmodell kann gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden

Wegweisende BGH-Entscheidung (XII ZB 601/15): Das Wechselmodell kann auch gegen den Willen eines Elternteils angeordnet werden, wenn es dem Kindeswohl am besten entspricht.

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21. Dezember 2010· Deutschland

Anayo ./. Deutschland (EGMR) - Umgangsrecht für leibliche Elternteile ohne bestehende Beziehung

Der EGMR verurteilte Deutschland 2010: Einem leiblichen Elternteil wurde der Umgang verweigert, weil er nie mit dem Kind zusammengelebt hatte. Führte zur Einführung des §1686a BGB. 5.000 EUR Entschädigung.

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11. Oktober 2001· Deutschland

Hoffmann ./. Deutschland (EGMR) - Diskriminierung nichtehelicher Elternteile beim Umgang

Der EGMR verurteilte Deutschland 2001 wegen Verletzung von Art. 8 EMRK: Ein nichtehelicher Elternteil wurde beim Umgangsrecht systematisch benachteiligt.

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13. Juli 2000· Deutschland

Elsholz ./. Deutschland (EGMR) - Erstes Urteil gegen Deutschland im Familienrecht

Erstes EGMR-Urteil gegen Deutschland im Familienrecht (2000): Ein nichtehelicher Elternteil wurde beim Umgangsrecht diskriminiert. Gerichte lehnten ein Sachverständigengutachten ab. 35.000 DM Entschädigung.

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24. Oktober 2023· Hanau

Sioud ./. Deutschland (EGMR) - Umgangsverweigerung mit Tochter

Der EGMR verurteilte Deutschland 2023 erneut wegen Verletzung von Art. 8 EMRK: Einem Elternteil wurde der Umgang mit seinem Kind verweigert.

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15. September 2011· Fulda

Schneider ./. Deutschland (EGMR) - Sorgerecht unverheirateter Elternteile

Der EGMR stellte eine Verletzung von Art. 8 EMRK fest: Einem unverheirateten Elternteil wurde das Sorgerecht ohne angemessene Prüfung verweigert.

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8. Juli 2003· Rostock

Sommerfeld ./. Deutschland (EGMR) - Verweigerung des Umgangs mit nichtehelichem Kind

Der EGMR stellte Verletzungen von Art. 6, Art. 8 und Art. 14 EMRK fest: Einem nichtehelichen Elternteil wurde der Umgang mit seinem Kind ohne ausreichendes Verfahren verweigert.

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8. Juli 2003· Deutschland

Sahin ./. Deutschland (EGMR) - Umgangsrecht nichtehelicher Elternteil

Der EGMR stellte eine Verletzung von Art. 8 und Art. 14 EMRK fest: Einem nichtehelichen Elternteil wurde das Umgangsrecht mit seinem Kind verweigert.

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15. Januar 2015· Frankfurt am Main

Kuppinger ./. Deutschland (EGMR) - Mangelhafte Durchsetzung des Umgangsrechts

Der EGMR verurteilte Deutschland erneut: Deutsche Gerichte setzten das Umgangsrecht eines Elternteils nicht konsequent durch. Verletzung von Art. 8 und Art. 13 EMRK.

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6. Oktober 2016· Frankfurt am Main

Moog ./. Deutschland (EGMR) - Umgangsausschluss bei Kindesentfremdung durch einen Elternteil

Der EGMR verurteilte Deutschland: Statt gegen den umgangsboykottierenden Elternteil vorzugehen, schlossen deutsche Gerichte den Umgang des anderen Elternteils aus. 10.000 EUR Entschädigung.

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3. Dezember 2009· Köln

Zaunegger ./. Deutschland (EGMR) - Diskriminierung unverheirateter Elternteile beim Sorgerecht

Wegweisendes EGMR-Urteil: Deutschland diskriminierte unverheiratete Elternteile beim Sorgerecht. Führte zur Reform des §1626a BGB.

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26. Februar 2002· Osnabrück

Kutzner ./. Deutschland (EGMR) - Kindesentzug bei lernbehinderten Eltern

Der EGMR verurteilte Deutschland wegen Verletzung von Art. 8 EMRK. Lernbehinderten Eltern wurden die Kinder entzogen, ohne dass ausreichende Unterstützungsmaßnahmen geprüft wurden.

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8. April 2004· Münster

Haase ./. Deutschland (EGMR) - Sorgerechtsentzug für 7 Kinder

Der EGMR verurteilte Deutschland wegen Verletzung von Art. 8 EMRK. Einer Familie wurden alle 7 Kinder entzogen und der Umgang ausgeschlossen - ohne ausreichende Begründung und verhältnismäßige Prüfung.

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26. Februar 2004· Wittenberg

Görgülü ./. Deutschland (EGMR) - Verweigerung des Umgangs mit leiblichem Sohn

Der EGMR verurteilte Deutschland wegen Verletzung von Art. 8 EMRK. Einem leiblichen Elternteil wurde der Umgang mit seinem zur Adoption freigegebenen Kind bei Pflegeeltern verweigert. 15.000 EUR Entschädigung.

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