Bildung & Schulerfolg: Wie Betreuungsmodelle Kinder beeinflussen
Wie sich Familienkonflikte und Betreuungsmodelle auf die schulische Entwicklung von Kindern auswirken. Deutsche und internationale Forschung, FAMOD-Studie, rechtliche Dimension.
- FAMOD-Studie
- 1.554 Familien untersucht (2020/21)
- Schulabbruchrisiko
- +23 % bei hochstrittiger Trennung
- Informationsrecht
- § 1686 BGB gilt für beide Elternteile
- Internationale Studien
- 60+ zum Betreuungsmodell & Bildung
FAMOD-Studie: Die größte deutsche Untersuchung
Die FAMOD-Studie (Steinbach/Helms, 2020/2021) untersuchte 1.554 Familien nach Trennung. Ergebnis: Kinder im Wechselmodell zeigen keine erhöhte Stressbelastung durch den Wechsel. Der elterliche Konflikt – nicht das Betreuungsmodell – ist der entscheidende Faktor für Schulleistung und psychische Stabilität.
Internationale Forschungslage
Nielsen-Meta-Analyse (2018, 60 Studien): In 34 Studien schnitten Kinder in gemeinsamer Betreuung besser ab als im Residenzmodell. Schulleistung, Sozialverhalten und emotionale Stabilität sind positiv korreliert mit dem Zugang zu beiden Elternteilen.
Rechtliche Dimension: Informationsrecht & Schulentscheidungen
§ 1686 BGB gibt dem nicht-betreuenden Elternteil das Recht auf Auskunft über Schule, Gesundheit und Entwicklung. Schulen und Kitas sind verpflichtet, beide sorgeberechtigten Elternteile zu informieren. In der Praxis wird das Informationsrecht häufig verletzt – siehe Informationsausschluss.
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