Umgangsrecht
Das Umgangsrecht regelt den regelmäßigen Kontakt zwischen Kind und dem nicht betreuenden Elternteil. Es ist gleichzeitig Recht und Pflicht beider Eltern und des Kindes.
Alle 15 dokumentierten Themenbereiche aus der Fallsammlung.
Das Umgangsrecht regelt den regelmäßigen Kontakt zwischen Kind und dem nicht betreuenden Elternteil. Es ist gleichzeitig Recht und Pflicht beider Eltern und des Kindes.
Das elterliche Sorgerecht umfasst Personensorge und Vermögenssorge. Nach Trennung gilt gemeinsames Sorgerecht als Regelfall – Ausnahmen bedürfen gerichtlicher Anordnung.
Grundsatzentscheidungen klären wichtige Rechtsfragen des Familienrechts für vergleichbare Fälle. Sie können als Präzedenzfälle für ähnliche Situationen dienen.
Eltern-Kind-Entfremdung bezeichnet die systematische Beeinträchtigung oder Zerstörung der Eltern-Kind-Beziehung durch einen Elternteil. Wissenschaftlich als 'Parental Alienation' bekannt.
Das Kindeswohl ist der zentrale Maßstab aller familiengerichtlichen Entscheidungen. Was es konkret bedeutet, wird durch Rechtsprechung und Gutachten definiert – mit erheblichem Ermessensspielraum.
Das Wechselmodell sieht eine möglichst gleichmäßige Aufteilung der Betreuungszeit zwischen beiden Elternteilen vor. Es ist wissenschaftlich gut belegt, in Deutschland aber noch selten angeordnet.
Verfahrensrechtliche Fragen betreffen Dauer, Kosten, Rechtsmittel und Verfahrensführung im Familienrecht – häufig entscheidend für das Ergebnis.
Familienpsychologische Gutachten sind oft ausschlaggebend für Sorgerechtsentscheidungen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen erhebliche Qualitätsprobleme.
Das Jugendamt ist nach SGB VIII zur Beratung und zum Kinderschutz verpflichtet und hat als Verfahrensbeteiligter erheblichen Einfluss auf familiengerichtliche Entscheidungen.
Das Unterhaltsrecht regelt finanzielle Verpflichtungen gegenüber Kindern und Ex-Partnern. Es ist mit dem Betreuungsmodell eng verknüpft und Quelle struktureller Fehlanreize.
Ergänzungspfleger, Umgangspfleger und Verfahrensbeistand sind Dritte, die das Gericht zur Wahrung von Kindesinteressen bestellt. Ihre Rolle ist oft entscheidend.
Gewaltvorwürfe sind im Familienrecht besonders heikel: Sie können rechtlichen Schutz auslösen oder als Mittel im Sorgerechtsstreit eingesetzt werden.
Der Wille des Kindes gewinnt mit zunehmendem Alter an Gewicht. Problematisch sind Fälle, in denen der Kindeswille durch einen Elternteil manipuliert wurde.
Grundrechtliche Fragen betreffen das Elternrecht nach Art. 6 GG, den Gleichheitsgrundsatz und die Verhältnismäßigkeit staatlicher Eingriffe in die Familie.
Der Ausschluss oder die erhebliche Einschränkung des Umgangs ist eine der gravierendsten Maßnahmen im Familienrecht – und Thema zahlreicher dokumentierter Fälle.