Elternteil manipuliert 12-Jährigen, Jugendamt schaut zu
Studie: Dieser Fall ist geschlechtsneutral geschrieben. Lesen Sie die Zusammenfassung, am Ende können Sie tippen, ob Mutter oder Vater betroffen ist. Zum Tipp
Nachdem sich das betroffene Elternteil wegen einer anderen Beziehungsperson vom anderen Elternteil getrennt habe, habe das andere Elternteil den beiden gemeinsamen Söhnen zufolge sämtliche Informationen, die ein Kind nicht haben sollte, an die Kinder herangetragen. Das andere Elternteil habe dem Bericht zufolge finanzielle Details, anwaltliche Angelegenheiten und Informationen zur Affäre offen besprochen. Zum Zeitpunkt der Trennung seien das ältere Kind 17 und das jüngere Kind 12 Jahre alt gewesen; beide hätten sich daraufhin vom betroffenen Elternteil zurückgezogen. Die Beziehung zum älteren Sohn habe sich schrittweise wieder normalisiert, sodass dieser die damalige Beziehungsperson des betroffenen Elternteils inzwischen akzeptiere und eine normale Beziehung bestehe. Beim jüngeren Kind habe der Einfluss des anderen Elternteils in einer kritischen pubertären Phase jedoch zu anhaltender Ablehnung geführt. Das andere Elternteil habe wiederholt gesagt, das Kind müsse zur Ruhe kommen und das betroffene Elternteil müsse aus dessen Leben verschwinden, zugleich aber behauptet, das Kind werde ermutigt, wieder zum betroffenen Elternteil zurückzufinden. Sämtliche Termine beim Jugendamt, um zu einem Konsens zu finden und die angebliche Manipulation zu unterbinden, blieben ohne Erfolg; eine Jugendamt-Mitarbeiterin habe wörtlich gesagt: „Solange das andere Elternteil noch so verletzt ist, werden sie an ihr Kind nicht mehr rankommen.“ Niemand habe den Mut gehabt, dem anderen Elternteil zu sagen, dass es nicht Aufgabe des Kindes sei, finanzielle oder anwaltliche Informationen zu verarbeiten, weil dies auf Elternebene ausgetragen werde.
Studie
Mutter oder Vater?
Wer ist hier Ihrer Einschätzung nach der betroffene Elternteil? Ihre Antwort hilft, Stereotype in der Wahrnehmung von Familienverfahren sichtbar zu machen.
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